AUS DEM MASCHINENRAUM: RILKES GOTTESSONETT

Muffathalle

Freitag, 12. Oktober, 16 – 17:30 Uhr, Muffathalle

Im Anschluss Gespräch mit den beteiligten Künstlern.
Moderation: Simone Lutz (Team RODEO)

 

 

 

Eintritt frei.

Der in München durch seine komplexen Arbeiten bekannte Künstler Berkan Karpat arbeitet mit dem in Neu Delhi lebenden Fotografen, Filmemacher und Performer Raoul Amaar Abbas zusammen. Ihr BLOOM UP ist Teil eines größeren Arbeitsvorhabens, das versucht, Kunstwerk und Rezipienten untrennbar miteinander zu verbinden. Hierfür arbeiten sie an zwei Vorgängen beziehungsweise mit zwei Techniken: Zum einen loten sie die Wiedergabe von Gedichten durch menschliche und maschinelle Stimmvariationen aus - insbesondere die von Rilkes Sonett Die Berufung, das auf der Sure 96 des Koran fußt. Zum anderen messen sie, wie das menschliche Gehirn auf die verlautbarten Gedichte reagiert. Mittels Technik möchten sie die elektrochemischen Prozesse, die im Gehirn des Zuschauers beim Rezipieren stattfinden, für die Produktion von visuellen wie dichterischen Phänomenen nutzen. Das Publikum wird so zu Erschaffern von Videosequenzen, Licht- und Lautgedichten, Skulpturen und Bildern. Ziel ist es, eine radikale Form der Intimität zu schaffen, die die Grenzen zwischen Betrachter und Schöpfer niederreißt.

Visual artist Berkan Karpat is known in Munich for his complex works. He collaborates with New Delhi-based photographer, film maker and performer Raoul Amaar Abbas. Their BLOOM UP is part of a large-scale project that tries to inextricably connect the art work and its recipients. They are using two different processes, or rather two techniques: One the one hand, they are exploring the rendition of poems through human and mechanical voice variations – specifically of Rilke’s sonnet “Die Berufung (The Vocation)”, which is based on surah 96 of the Quran. On the other hand, they are measuring the human brain’s reaction to the rendered poems. With the help of technology, they would like to use the electro-chemical processes occurring in the brain of the spectator during the reception of the performance to produce visual and poetic phenomena. The audience thus become creators of video sequences, light and sound poems, sculptures and images. The aim is to create a radical form of intimacy that tears down the boundaries between viewer and creator. 

Konzept und Idee: Berkan Karpat + Raoul Amaar Abbas

In Kooperation mit dem Goethe-Institut e.V. Gefördert durch den Bezirk Oberbayern.

> karpat.de

> raoulamaarabbas.com