AWAY-TAKIY

Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München

Öffnungszeiten der Ausstellung im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München:
Donnerstag, 11. Oktober, 1020 Uhr
Freitag, 12. Oktober, 1022 Uhr
Samstag, 13. Oktober, 1822 Uhr
Sonntag, 14. Oktober, geschlossen

Arbeit im PENELOPE-Labor
Sandra de Berduccy webt öffentlich:
19. bis 28. September 2018 (außer am Wochenende)
14 – 16 Uhr

Am Dienstag, 25. September findet um 18 Uhr ein „Making of" mit Künstlergespräch statt.

Eintritt frei.
Anmeldung für Gruppen bitte circa eine Woche im Voraus an Frau Andrea Schmölder-Veit vom Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München: a.schmoelderveit(at)lmu.de

Seit Mitte September ist die bolivianische Künstlerin Sandra de Berduccy in München, um an ihrer interaktiven Installation „AWAY-TAKIY“ zu arbeiten. „AWAY“ bedeutet weben, „TAKIY“ bedeutet performen. Die Begriffe stammen aus dem Quechua, einer indigenen Sprache, die im Andenraum Südamerikas gesprochen wird.

In der Installation werden traditionelle Webtechniken aus den Anden mit dem Wissen um Elektronik, Codes und klassische Muster zusammengeführt. De Berduccy, die bei südamerikanischen Webmeistern in die Lehre ging, kombiniert diese Tradition des Webens mit stromleitenden Garnen, die als kapazitive Sensoren eingesetzt werden und Töne und Geräusche erzeugen.Die Zuschauerinnen und Zuschauer können durch Berührung des entstandenen Gewebes Lichteffekte auslösen und werden so zur Performerin/zum Performer.
In München wird die Künstlerin in Austausch mit dem Forschungsteam von PENELOPE (Leitung: Dr. Ellen Harlizius-Klück) treten. Das PENELOPE-Team ist eine am Deutschen Museum angesiedelte Forschergruppe, die die Weberei als frühe digitale Technik untersucht. Dabei werden unter anderem eine digitale Webmustersteuerung (pattern matrix) und Kleinroboter entwickelt, um die grundlegende binäre Logik der Weberei zu demonstrieren (penelope.hypotheses.org).
Die abschließende Ausstellung AWAY | TAKIY – Vorhang auf für die Weberei“ präsentiert das entstandene Kunstwerk von Sandra de Berduccy und dokumentiert die gemeinsame Arbeit im PENELOPE-Labor.

The Bolivian weaver and media artist Sandra de Berduccy will be in Munich from mid-September to work on her interactive installation AWAY-TAKIY. “AWAY” means to weave, “TAKIY” means to perform – both terms come from Quechua, an indigenous language spoken in the Andes-region of South America. This installation will bring together traditional weaving techniques from the Andes with know-how about electronics, codes and classical patterns. Sandra de Berduccy, who studied weaving with South American masters of the craft, combines these traditional weaving techniques with electricity-conducting yarns, which can be employed as capacitive sensors and produce sounds and noises. Viewers can induce sound effects by touching the fabric, thus becoming performers in their own right.

In Munich, the artist will enter into an exchange with the PENELOPE-research team (director: Dr. Ellen Harlizius-Klück). The PENELOPE-team is affiliated to Deutsches Museum and researches weaving as an early digital technology. Among others, they are developing a digital pattern matrix and small robots to demonstrate the fundamentally binary logics of weaving.

The concluding exhibition “AWAY | TAKIY – Vorhang auf für die Weberei” will present the finished artwork by Sandra de Berduccy and document the cooperation within the PENELOPE-laboratory.

Das PENELOPE-Projekt wird gefördert durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) im Rahmen des Horizon 2020 Programms für Forschung und Innovation der Europäischen Union (Grant Agreement Nr. 682711). Das PENELOPE-Labor wird unterstützt durch das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München. Der Aufenthalt von Sandra de Berduccy wird ermöglicht durch eine Residenz im Ebenböckhaus der Landeshauptstadt München und die Unterstützung des Goethe-Institut e.V.
Wir danken Dr. Martin Rohmer, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Abteilung 3 Kulturelle Bildung, Internationales, Urbane Kulturen und Andrea Schmölder-Veit vom Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München.

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